Sportzahnmedizin

Die Sportzahnmedizin ist bislang in Deutschland noch eine wenig verbreitete Fachdisziplin im Bereich der Zahnheilkunde, wenn gleich es durch die DGSZM eine international anerkannte Fachgesellschaft gibt. Die Ziele der Sportzahnmedizin sind klar festgelegt. Zum einen geht es neben dem Schutz der Zähne und des Kiefergelenks, der Diagnose und Therapie von Traumata um die Erkennung und Behandlung von Entzündungen und nicht zuletzt um ein mögliches „Leistungstuning“.

Im Bereich des Kopfes liegt die größte Nervendichte des gesamten Körpers vor. Entzündungen im Bereich des Mundes und Kiefers können sich auf den gesamten Organismus ausbreiten. Ziel der Sportzahnmedizin ist es eine mögliche Entzündung oder potentielle Störquelle frühzeitig zu erkennen, zu behandeln und damit den Sportler während der Wettkampfsituation und Vorbereitung von zahnärztlichen Problemen zu entlasten. Zusätzlich ist wissenschaftlich bewiesen, dass Sportler eine deutlich höhere Inzidenz für eine cranio-mandibuläre Dysfunktion aufweisen als Normalbürger.

Auf die Zähne beißen, sich durchs Leben beißen, dieser Satz trifft wohl kaum öfter zu als bei Sportlern. Doch kann ein Ungleichgewicht im Bereich der Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Okklusion zu enormen Fehlbelastung und Fehlhaltungen führen. Der Körper ist in der Lage Fehler zu kompensieren. Doch ist eine Schwelle überschritten verringert der Körper zum Eigenschutz durch eine reflexartige Steuerung gewisse Bewegungsmuster, Maximalkräfte, also die Leistungsfähigkeit. Durch spezifische Testmethoden können wir bei Sportlern herausfinden, ob im Bereich der Zahn-Kiefersystem eine mögliche Störquelle vorliegt und diese ausgleichen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit mit speziellen Schienentherapien den Sportler während des Wettkampfes zu schützen (Sportschutzschiene), die Regeneration zu fördern (Regenerationsschiene), sowie Verbesserungen im Bereich der Leistung erzielen zu können (Performance Schienen). Dies mag verwunderlich klingen, doch bedenkt man alleine wie drastisch sich eine Fehlstellung auf eine Migräne auswirken kann, scheint es nicht verwunderlich, dass bei solch einem komplexen neuromuskulären System Fehler zu einer Leistungsminderung führen können.

Gerade bei einer absteigenden Kette kann eine Schiene beträchtliche Erfolge bieten. Durch gezielte Maßnahmen lässt sich in vielen Fällen die Atmung während des Wettkampfes verbessern, die Stabilität und Maximalkraft erhöhen und Körperhaltung verbessern. Immer mit der Intention bei den besten noch das Bessere heraus zu kitzeln. Kaum ein Spitzensportler, sei es aus den Olympiateams oder den Profivereinen unterzieht sich nicht solchen Leistungstest, da die Studienlage den möglichen positiven Einfluss und damit die mögliche Chance der 1/10 Sekunde evidenzbasiert nachweisen kann. Doch auch der Zahnschutz während sportlicher Aktivitäten sollte niemals vergessen werden. Da uns der Erhalt Ihrer Zähne besonders am Herzen liegt, möchten wir versuchen das Risiko bei zahngefährdenden Sportarten wie Eishockey, Basketball, Handball, Volleyball, Fußball möglichst zu minimieren.

Bei allen Kontaktsportarten finden sich häufig Verletzungen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich. Viele dieser Verletzungen und damit auch langwierigen Behandlungen und hohen Kosten ließen sich durch einen professionell hergestellten und angepassten Sportmundschutz der Klassen III (individuell hergestellt und angepasst) für vergleichsweise verschwindend geringe Kosten reduzieren. Gerade wenn Ihre Kinder eine zahngefährdende Sportart ausüben erscheint es für uns unverzichtbar auch an den Schutz der wertvollen Zähne zu denken.